Waren wir aber schon! Die manchmal trotzig anmutende Rolle der Forschung und die Vermittlung von Wissenschaft durfte ich in meiner letzten Woche als Innovationspraktikant beim Österreichischen Weltraumforum miterleben. Als Assistent von Mag. Gernot Grömer betreute ich im Zuge von Uni-Camp 2010 acht Jugendliche bei ihren Ideen, eine Marsstation zu bauen und lernte selbst einige spannende Dinge über unser Sonnensystem. Recht schnell war deutlich, dass wir dabei nicht von wissenschaftlichem Trotz, sondern von leidenschaftlichem Forscherdrang reden, den die acht Teilnehmer aus ganz Österreich an den Tag legten.
ÖWF/Univ. Innsbruck Unicamp 2010
8. - 13.August 2010
Wagner Sebastian - ein Wochenbericht
Wissenschaft ist fad, nur was für Männer und eigentlich braucht man sie ja überhaupt nicht. Geht eh ois! Leider findet man diese Vorurteile über Forschung und Entwicklung nur allzu häufig. Was soll denn da noch die Utopie einer Marsstation? Wir sind ja nicht am Mond!
Mittagessen wurden vergessen, als kleine Feststoff-Raketen konstruiert wurden und in einer TeleCon (Konferenz via Skype) wurde Willibald Stumptner als Experte für die Besiedelung am Mars konsultiert. Mit Architektinnen konnte eine geothetische Kuppel als Marsbasis entwickelt werden und am Mittwoch stand auch noch ein simulierter Außenbordeinsatz (EVA) an. Gemeinsam mit dem Dignity-Rover, der vom Österreichischen Weltraum Forum entwickelt wurde, konnten im Gebäude des Aouda.XSuitlabs Proben entnommen, Telemetrie getestet und für die Medien „geposed“ werden.
Im Laufe der Abschlusspräsentation der Uni-Camp Teilnehmer am Freitag zeigte sich, wie sehr Wissenschaft begeistern kann. Mit Gruppen aus den Bereichen Archäologie, Architektur, Biologie und Informatik gemeinsam konnten die angehenden Astrophysiker erstens eine Menge voneinander lernen aber vor allem auch die Leidenschaft für Forschung und Entwicklung teilen. Und dass beim EVA zwei Mädchen die beiden Raumanzüge trugen war schön.
Veranstaltungen
Das Österreichische Weltraum Forum lädt zur 7. ordentlichen Generalversammlung am
18. Februar 2012, 17:00 im Suitlab des Österreichischen Weltraum Forums, Technikerstr. 21a, 6020 Innsbruck (ICT Gebäude) Generalversammlung am
ein. Dieses Jahr wird diese Sitzung aufgrund der Projektarbeiten von PolAres im kleinen Rahmen abgehalten, d.h. wir möchten ausdrücklich auf die Möglichkeit einer Teilnahme via Skype bzw auf die Möglichkeit von Stimmvertretungen (in Form einer schriftlichen Stimmübertragung an ein anwesendes stimmberechtigtes Mitglied) hinweisen. Generalversammlung am
Tagesordnung:
- Eröffnung durch den Obmann und Feststellung der Beschlussfähigkeit
- Entgegennahme und Genehmigung des Rechenschaftsberichtes und des Rechnungsabschlusses
- Entlastung des Vorstandes und Neuwahl des Vorstandes sowie der Rechnungsprüfer
- Allfälliges
Integrationsworkshop zur Vorbereitung des Dachstein Feldtestes im Suitlab Laboratory Innsbruck
Der Weltraum ist zu unserem Zukunftsraum geworden. Weltraumtechnologien ermöglichen neue Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen unserer Zeit: von der nachhaltigen Landnutzung bis zur intelligenten Verkehrslenkung. Mit dem Satellitennavigationssystem Galileo startet Europa einen neuen Innovationszyklus mit einer Vielzahl potenzieller Anwendungen, die unseren Alltag verändern werden. Österreich partizipiert an diesen Entwicklungen und treibt sie selbst voran, etwa durch seine ersten beiden Satelliten, die demnächst in die Umlaufbahn geschickt werden.
WANN: 22. Februar 2012 18 Uhr
WO: Ovalhalle im MuseumsQuartier, Museumsplatz 1/5, 1070 Wien
Gernot Grömer im Planetaium Stuttgart - Multimediavortrag mit Gernot Grömer rund um die Forschungsaktivitäten des ÖWF.
Wann: 15. März 2012
Wo: Planetarium Stuttgart
Von 15 bis 17 Uhr heißt es für Kinder wieder, das Weltall mit selbst gebauten Raketen zu erkunden.
Wie jedes Jahr feiern wir am 12. April den Erstflug von Yuri Gagarin. 2012 wird die Yuris Night im Naturhistorischen Museum in Wien stattfinden. Auch der Polarsternpreis 2012 wird im Rahmen der Veranstaltung verliehen.
Wann: 12. April 2012, 18 Uhr
Wo: Naturhistorisches Museum Wien
Die Europäische Weltraumorganisation ESA sucht und finanziert TeilnehmerInnen für das European Space Camp 2012.
Das European Space Camp auf der nordnorwegischen Raketenbasis Andoya lädt Jugendliche im Alter zwischen 17 und 20 Jahren vom 24. Juni bis 2. Juli 2012 zur Teilnahme am Raketenstarten im Rahmen des European Space Camp 2012 ein.
Die Bewerbungsfrist läuft bis 1. April 2012.
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