Schon seit einiger Zeit gibt es Gespräche zwischen dem Österreichischen Weltraum Forum und der
Europäischen Weltraumorganisation bezüglich möglicher Kooperationen im Bereich des Rover-
Projektes “Phileas”, des Mars-Analog-Rovers, welcher im Rahmen des Polares Projektes entwickelt
wird. Von Prof. Dr. Bernard H. Foing, leitender Wissenschaftler am „Research and Scientific Support
Department” (RSSD) der ESA, kam der Vorschlag einen Prototypen der ÖWF Rover im Rahmen eines
Workshops beim Europäischen Weltraumforschungs- und Technologiezentrum vorzuführen. Das
ESTEC ist Teil der European Space Agency (ESA) mit Sitz in Noordwijk, in den Niederlanden. Hier
findet ein wesentlicher Teil der technischen Planung nahezu sämtlicher ESA Projekte statt.
„Dignity“ war der erste Rover, der vom ÖWF gebaut
wurde und gleichzeitig der Prototyp des Rovers
“Sissi”, der bei der AustroMars Mission 2006 zum
Einsatz kam. „Dignity“ war ein Testprojekt, um
Erfahrung im Entwerfen der kritischen Komponenten
zu erlangen. So verfügt der Rover über ein Fahrwerk,
Solarmodule, Kameras auf einem schwenkbaren
Kamera-Arm, sowie einen robotischen Arm.
Er wird ferngesteuert und liefert Live-Videostreams
der Kameras an zwei Notebooks, die als mobile
Mission-Control Einheit dienen.
ÖWF Rover bei ESA präsentiert
Mai 2009
Der ÖWF Rover „Dignity“ – Vorgänger von AustroMars MDRS Rover „Sissi“ und PolAres Rover „Phileas“ – beeindruckte im European Space Research and Technology Centre (ESTEC) in den Niederlanden mit einer umfassenden Präsentation seiner Fähigkeiten und erntete großen Beifall.
Am 01. April wurden am Rover Testing Areal der ESA Demonstrationen durchgeführt. Man kann sich
dieses Areal als nachgebaute Marslandschaft mit verschiedenen Gesteins- und Sandböden vorstellen,
auf denen Roboter und verschiedenste Werkzeuge getestet werden können. Gestartet wurde von einer
nachgebauten Rover-Landeplattform. Es mussten verschiedene Gesteinsproben aufgesammelt und
transportiert werden. Die schwierigste Aufgabe war das Positionieren einer Gesteinsprobe vor der
Linse eines Raman-Spektrometers, welches auf einem anderen Roverchassis montiert war. Mit Hilfe
dieses Spektrometers sollen die Materialeigenschaften des Gesteins untersucht werden. Das
Positionieren des robotischen Arms war in diesem Fall beinahe Millimeterarbeit, denn bei einer noch
so kleinen unpräzisen Bewegung hätte die Linse des Spektrometers zerkratzt werden können.
Doch der ÖWF Rover funktionierte einwandfrei und konnte alle ihm gestellten Aufgaben perfekt meistern. „Dignity“ wurde bei dieser Demonstration nicht nur den ESA Mitarbeitern, sondern auch anderen Teilnehmern des Workshops vorgestellt. Dabei wurden zahlreiche Fotos und Videoaufnahmen gemacht. Am zweiten Tag des Workshops hatte ich Gelegenheit, eine kurze Präsentation über das ÖWF und unsere aktuellen Projekte zu halten. Dabei taten sich auch noch weitere potentielle Möglichkeiten zu Kooperationen mit anderen Forschungsgruppen aus ganz Europa auf, welche äußerst interessant für verschiedene Teilbereiche des Polares- Projektes sein könnten. „Dignity“ beim Fotoshooting „Dignity“ wird zunächst beim ESTEC in den Niederlanden bleiben, wo er für weitere geologische und robotische Experimente eingesetzt werden soll. Außerdem war der ÖWF-Rover kürzlich bereits in einer französischen Wissenschaftssendung zu Gast.
Doch der ÖWF Rover funktionierte einwandfrei und konnte alle ihm gestellten Aufgaben perfekt meistern. „Dignity“ wurde bei dieser Demonstration nicht nur den ESA Mitarbeitern, sondern auch anderen Teilnehmern des Workshops vorgestellt. Dabei wurden zahlreiche Fotos und Videoaufnahmen gemacht. Am zweiten Tag des Workshops hatte ich Gelegenheit, eine kurze Präsentation über das ÖWF und unsere aktuellen Projekte zu halten. Dabei taten sich auch noch weitere potentielle Möglichkeiten zu Kooperationen mit anderen Forschungsgruppen aus ganz Europa auf, welche äußerst interessant für verschiedene Teilbereiche des Polares- Projektes sein könnten. „Dignity“ beim Fotoshooting „Dignity“ wird zunächst beim ESTEC in den Niederlanden bleiben, wo er für weitere geologische und robotische Experimente eingesetzt werden soll. Außerdem war der ÖWF-Rover kürzlich bereits in einer französischen Wissenschaftssendung zu Gast.
Veranstaltungen
14. April 2010: VHS Vortrag Innsbruck
VHS Innsbruck
Mars - der Rote Planet
Vortrag von Gernot Grömer
Beginn: 20:00 Uhr
VHS & Junge Uni Innsbruck
09:00 - 12:00 Uhr
Universität Innsbruck, Technik


