Lichtverschmutzung betrifft nicht nur den Sternenhimmel, sondern zieht wesentlich weitere Kreise als angenommen: Zugvögel verlieren die Orientierung und landen in Städten zwischen, Wale und Delfine stranden, Insekten fliegen im Kreis um Lichtquelle und erliegen häufig dem Erschöpfungstod …
Aber auch der Mensch ist durch die Zunahme der Lichtverschmutzung beeinträchtigt. Melatonin, ein Hormon, dass den Wach-Schlafrhythmus steuert, wird während des Schlafes erzeugt. Von entscheidender Bedeutung ist hier aber, dass der schlafenden Mensch tatsächlich in einem dunklen Raum liegt: Bereits geringe Mengen von Licht führen zu einer Reduktion des Melatonins. Dies kann zu Kopfschmerzen, Einschlafstörungen, Gereiztheit, Durchschlafstörungen führen und anderen Beschwerden führen.
Als besonders gravierend gelten jüngste wissenschaftliche Entdeckung von Mediziners, die in sehr groß angelegten Studien zeigen konnte, dass verminderte Melatoninproduktion im Extremfall sogar zu einem signifikanten Anstieg der Inzidenz von sogenannten hormoninduzierten Tumoren bei Mann und Frau führen kann.
Gibt es Alternativen?
Ja! Natriumdampflampen anstatt Quecksilberdampflampen verwenden. Lampen und deren Gehäuse so anbringen, dass das Licht nach unten statt nach oben strahlt. Optimal wären „full cut off“ Leuchten, die das Licht ausschließlich vertikal nach unten ausstrahlen ohne dabei die Umgebung zu blenden. Auch Nachtschaltungen helfen Lichtverschmutzung zu vermeiden aber auch Kosten zu reduzieren. Einige Länder in Europa gehen bereits vorbildhaft mit Lichtverschmutzung um. Slowenien, Tschechien, Italien und Großbritannien haben bereits Gesetze zur Vermeidung von Lichtverschmutzung erlassen. In Österreich setzen einige Gemeinden dieses Wissen ein - unter anderem die Stadt Linz.Licht bei Nacht soll, kann und muss sinnvoller eingesetzt werden:
Energiesparend, Gesundheitserhaltend, Umweltschonend


