Technische Experimente
Neben den naturwissenschaftlichen Experimenten bietet die Mars Desert Research Station ein einzigartiges Entwicklungsumfeld um technologische Neuentwicklungen unter kontrollierten Bedingungen zu testen: Bedenkt man die rasante technologische Entwicklung der letzten Dekaden, so kann niemand kann voraussagen, wie etwa ein Raumanzug in dreißig Jahren aussehen wird.
Forschung im Rahmen von Analog-Stationen ermöglicht aber das Stellen der „richtigen Fragen“, d.h. der Definition der Anforderungen an die Hardware. Gleichzeitig haben die AustroMars-Experimente ein hohes Maß an Praxisrelevanz für irdische Anwendungen: So kann etwa die (bei der Simulation getesteten) Famos-Hardware bei risikobehafteten Berufsgruppen zur Früherkennung von Ermüdungserscheinungen verwendet werden.
AM21 Habitability
Barbara Imhof, TU WienUnter dem Begriff Habitability ("Bewohnbarkeit") werden Aktivitäten verstanden, welche durch geschickte architektonische Änderungen am Habitat das Crew-Wohlbefinden steigern und damit letztlich auch deren Kohärenz und Effizienz optimieren. Darunter fallen etwa die entsprechende Lichtkonzeption, Evaluierung der bestehenden Habitatseinrichtung und ähnliches.
AM22 MDRS Rover
Manfred Hettmer, Nobert FrischaufDer Mars Desert Research Station Rover wurde im Auftrag des ÖWF von der österreichischen HTL TGM in Wien gebaut. Das Gerät wird über Satellit vom Mission Control Center oder per direkter Funkverbindung von den Analog-Astronauten vor Ort gesteuert: neben GPS-Logger, Neigungssensoren, Kameras hat der Rover auch noch eine wissenschaftliche Nutzlast, welche die Crew bei Aussenbordeinsätzen unterstützt.
AM23 Exploration Management
Willibald StumptnerNicht nur die Crew selber, sondern auch das Mission Control Center ist teil dieses AustroMars-Experimentes: dabei soll u.a. das optimale Zusammenspiel zwischen den Wissenschaftsteams, simulierten Satellitendaten, den Bildern und Messungen des Aerobots und dem Rover sowie der Crew selber optimiert werden. Unter Exploration Science versteht man in diesem Kontext die ersten "Gehversuche", einfache Tätigkeiten, wie etwa das Konstruieren einer mit Sandsäcken gebauten Wand für die Strahlungsabschirmung unter marsähnlichen Verhältnissen zu testen.
AM24 Aerobot
Norbert Frischauf, ÖWFDas "fliegende Auge" von AustroMars: bevor die Crew zu einer geologischen Probenentnahmestelle geschickt wird, soll ein flugfähiger Roboter mit einer Kamera das Gebiet erkunden. Zur Diskussion stehen derzeit ein Zeppelin oder ein Modellhubschrauber, der theoretisch auch unter Marsbedingungen flugfähig wäre.
AM25 Object Tracker
Luzian Wolf, Object TrackerDiese Experiment erlaubt das verfolgen von Personen mittels automatisierter Kameras innerhalb des Habitates um deren Aufenthaltsmuster zu studieren. Diese Daten können einerseits für die Optimierung der Wege innerhalb des Habitates, als auch für die psychologischen Tests parallel verwendet werden, bieten gleichzeitig eine ausgezeichnete und minimalinvasive Monitoring-Möglichkeit für das Mission Control Center. Der Video-stream der Kamera wird mit einer Spezialsoftware automatisiert ausgewertet und erlaubt die Quantifizierung von Aufenthaltszeiten in definierten Zonen des Habitates.
AM26 Famos
Luzian Wolf, Object TrackerMüdigkeit und Überarbeitung gehören zu den größten Risikofaktoren für menschliches Versagen: das Fatigue Monitoring System (FAMOS) ist ein Headset-basierendes System, welches -entwickelt Saamos Technologies- die Augenbewegungen von Crew-Mitgliedern überwacht. Nach der Simulation wird das Videomaterial im Labor analysiert und Ermüdungsindikatoren berechnet.
Veranstaltungen
Reinhard Tlustos vom ÖWF Wien berichtet von der Rio Tinto Marsfeldsimulation, welche im April 2011 in Zusammenarbeit mit 10 Nationen und der ESA in Süden Spaniens durchgeführt wurde.
Wann: 05. Feb. 2012, 17:45
Eintritt: 4,00 EUR (mit Show "Projekt Mars" um 16:30 um 8,00 EUR)
Integrationsworkshop zur Vorbereitung des Dachstein Feldtestes im Suitlab Laboratory Innsbruck
Gernot Grömer im Planetaium Stuttgart - Multimediavortrag mit Gernot Grömer rund um die Forschungsaktivitäten des ÖWF.
Wann: 15. März 2012
Wo: Planetarium Stuttgart
Von 15 bis 17 Uhr heißt es für Kinder wieder, das Weltall mit selbst gebauten Raketen zu erkunden.
Wie jedes Jahr feiern wir am 12. April den Erstflug von Yuri Gagarin. 2012 wird die Yuris Night im Naturhistorischen Museum in Wien stattfinden. Auch der Polarsternpreis 2012 wird im Rahmen der Veranstaltung verliehen.
Wann: 12. April 2012, 18 Uhr
Wo: Naturhistorisches Museum Wien
Die Europäische Weltraumorganisation ESA sucht und finanziert TeilnehmerInnen für das European Space Camp 2012.
Das European Space Camp auf der nordnorwegischen Raketenbasis Andoya lädt Jugendliche im Alter zwischen 17 und 20 Jahren vom 24. Juni bis 2. Juli 2012 zur Teilnahme am Raketenstarten im Rahmen des European Space Camp 2012 ein.
Die Bewerbungsfrist läuft bis 1. April 2012.
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