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Ballonstart Passepartout V am Samstag, den 19.Juni 2010 in Graz erfolgreich

19. Juni 2010

Im Rahmen einer Veranstaltung in Graz, am 19. Juni dieses Jahres, machte sich die Passepartoutcrew auf um Passepartout 5 in die oberen Sphären der Atmospäre zu starten, in Gedenken an unseren Freund und ÖWF Mistreiter Hannes "Capitano" Mayer. Dass dabei ein neuer Höhenrekord mit 35.225m aufstellte, erfreute die Crew gleichermassen wie das anwesende Publikum.

Bericht von Viktor, OE1VKW & Mike, OE3MZC; Gerald, OE3DSB (Österreichischer Versuchsendeverband)

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Der für Samstag, den 19.Juni in Graz vorgesehene Start des Stratosphärenballons Passepartout 5  ging planmäßig über die Bühne. Seine erste Bake sandte der Ballon, dessen Fahrt vom vom  Österreichischen Weltraumforum in Zusammenarbeit mit dem ÖVSV organisiert worden war, nach dem Start vom Observatorium Lustbühel in Graz-Waltendorf, um 09.42h loc auf APRS aus

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Um 11.38h loc erreichte der Ballon eine Gipfelhöhe von 35.228 m, um dann, nach Platzen der Hülle, rasch zu sinken. Diesmal war es eher eine Zickzack-Fahrt über steirischem Gebiet.

Die letzte APRS-Bake wurde aus einer Höhe von 7.394 m um 12.05h empfangen – dann war Funkstille. Passepartout 5 befand sich zu diesem Zeitpunkt über dem Naturpark Almenland etwa 35km nördlich von Graz.
 
Der Ballon wurde gegen 16h auf der Teichalm in unwegsamem Gelände, 800 m von der nächsten, befahrbaren Straße entfernt,  mitten im Hochwald, gefunden. Aber da Passepartout 5 - offensichtlich beflügelt durch die Tatsache, einen neuen Passepartout-Höhenrekord von mehr als 35 km erreicht zu haben – wußte, was sich gehört, landete der Ballon punktgenau auf einer Forststraße. GSM hatte nicht funktioniert, erst eine Spotmessung führte zum Ziel.
CIMG9487 DS medium.jpg
Die Erleichterung seitens der Bergecrew war riesengroß, zumal sich beim ersten Check herausstellte, dass alle Geräte unversehrt waren und damit ein Einsatz bei einem neuerlichen Ballonstart auf der heurigen hamradio in Friedrichshafen nichts im Wege steht.
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Der Transponder hatte starkes Fading und funktionierte erst in größerer Höhe. Die Belegung war leider nicht berauschend, immerhin waren Stationen von OK, OM über OE bis 9A zu arbeiten - siehe Bericht unten von Gerald, OE3DSB. OE0S und der Geigerzähler strahlten leider keine Leistung ab, die APRS-Bake funktionierte unter dem Call OE1MTS, wie schon oben erwähnt.


Wir danken Viktor, OE1VKW und seiner Crew für ihren ufb Einsatz! 

Passepartout V Kamera Fotos

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Bericht von Gerald, OE3DSB (Transponder User)

Die Transponder-Frequenzen hatte ich mir schon ein paar Tage zuvor eingespeichert. Der Uplink ging von 435.035 - 435.065 MHz LSB und der Downlink von 145.965 - 145.935 MHz USB. Der Transponder hatte also eine Bandbreite von 30 kHz, so dass mehrere QSO's gleichzeitig darauf geführt werden konnten.
 
Ich kam um etwa 8.20 Uhr UTC (10.20 Uhr Ortszeit) an die Station.
Nach dem ich meine Antennen (10ele hor. für den 70cm Uplink und 5ele hor. für den 2m Downlink) nach Graz ausgerichtet hatte und die Bake mit gutem Signal zu empfangen war, drehte ich über das Band und hörte auch schon den CQ-Ruf von Viktor, OE1VKW/6. Die Verbindung klappte mit etwa 50 Watt auf Anhieb mit 59 und ein bisschen QSB durch die Drehbewegungen des Ballons. Viktor berichtete mir, dass der Ballon bereits eine Höhe von etwa 19km hat. Nach Austausch der üblichen QSO-Daten und einem kurzen Tratsch suchte ich weitere QSO-Partner.
 
In der Zeit vom 08.25 bis 09.35 UTC hatte ich nach dem QSO mit OE1VKW/6 noch Verbindung mit OE3MZC, OE3EMC, OE1RGW, OE6MDF, OE2UKL und 9A2EY. Auch eine Station aus Ungarn führte am Transponder mit jemanden ein QSO.
 
Nach Platzen des Ballons in etwa 35 km Höhe dauerte es dann noch einige Minuten, während der man sich noch von allen verbliebenen Stationen gemütlich verabschieden konnte, bis der Ballon schließlich nicht mehr hörbar war.
 
So ein Ballon-Projekt erfordert ein hohes Maß an Vorbereitungen. Vom Bau des Transponders über Stromversorgung bis hin zum Einbau von GPS und Kamera steckt in so einem Ding nicht nur ein gewisses Know-How, sondern sicher auch eine Menge Arbeit und Zeit. Auch die gesamte Planung von der fernmelderechtlichen Genehmigung bis hin zur Freigabe der Flugsicherung muss ebenfalls bedacht werden.
 
Ehrlich gesagt, fand ich es daher sehr schade, dass trotz diverser Ankündigungen wie Homepage, Rundspruch und QSP eher wenig Stationen über den Ballon-Transponder QRV waren. Hat den schon jeder seine UKW-Antennen bis auf einen kleinen Rundstrahler reduziert, oder ist das Desinteresse an unserem Hobby schon so groß?
 
Abschließend möchte ich mich jedenfalls bei allen bedanken, die das Ballon-Projekt ermöglichten.

Ich freue mich schon auf die Bilder der Ballon-Kamera.
 
vy 73
de
Gerald, OE3DSB

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