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Ob Deutschland, China oder Japan – alle wollen auf den Mond. Missionen zum Erdtrabanten scheinen wieder „in Mode“ zu sein. Außer dass er zur Zeit das Ausflugsziel Nummer 1 ist, hat der Mond allerdings noch eine wesentlich existentiellere Bedeutung für uns Erdlinge.

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Seit jeher gehört die Frage „Was wäre die Erde ohne den Mond“ zu den beliebesten Gedankenexperiment der Astronomie: neben dem Faktum, dass es weder romantisch-helle Mondnächte noch Orientierungshilfen für nachtfliegende Insekten gäbe, hat der Mond weitaus tiefergreifendere Bedeutungen für unseren Planeten:

Zum eine bremst seine Anziehungskraft die Geschwindigkeit, mit der sich die Erde um sich selbst dreht; das heisst, der Mond bremst die Rotation der Erde. Ohne ihn wäre ein Tag nur etwa 8 Stunden lang, was zu katastrophalen Windverhältnisse wie auf den Großplaneten Jupiter oder Saturn führen würde.

Die Schwerkraft des Mondes hatte aber auch eine entscheidende Bedeutung für die Entstehung und Entwicklung des Lebens auf der Erde, wie kürzlich gerechnete Klimamodelle für die Erde ohne Mond zeigen. Dadurch entfällt dessen stabilisierende Wirkung für die Lage der Erdrotationsachse. Ohne Mond kann sie zwischen 0 und 85 Grad schwanken. Wie der Planet Uranus könnte die Erde förmlich auf ihrer Bahn um die Sonne entlang rollen. Tropische Zonen versänken dann unter einer Schneedecke, und die Polregionen würden sich auf bis zu 80 Grad Celsius erhitzen. Kontinente in den „gemäßigten“ Breiten wären enormen Temperaturschwankungen zwischen - 25 und 45 Grad binnen weniger Monate ausgesetzt. Bei einer anderen Lage der Kontinente - vor 200 Millionen Jahren gab es ja nur den großen Superkontinent Pangea auf unserem Planeten - wären die Bedingungen noch extremer.

Dazu kommt, dass der Mond für die Gezeiten verantwortlich ist: das beständige Wechseln zwischen sowohl trockenen und feuchten, als auch salzarmen und salzreichen Umweltverhältnissen begünstigte die Entstehung des Lebens wesentlich. Ohne den Mond hätte sich das irdische Leben also – wenn überhaupt – völlig anders entwickelt.

Gernot Grömer,
Institut für Astrophysik der Universität Innsbruck
Österreichisches Weltraum Forum

Veranstaltungen

6.9.-9.9. 2010: Pushchino/Russland: EANA 2010 Astrobiology Conference

Vom 6.9.-9.9. 2010 präsentiert das ÖWF am EANA 2010 sein Aouda X Projekt

Weiterführende Informationen unter:

http://www.ioffe.ru/EANA/index.html

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09. - 10. September 2010: Graz in Space

Das Grazer Institut für Weltraumforschung gemeinsam mit der Karl-Franzens-Universität Graz die Sommeruniversität Graz in Space 2010.

Das Programm dreht sich rund um die Themen "Sonne und Hurrikans im Sonnenwind", "Neueste Erkenntnisse der Marsforschung", "Blitz und Donner auf Saturn".

Das Programm richtet sich an MaturantInnen, Studierende, LehrerInnen und InteressentInnen der Weltraumwissenschaften.

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6.-10.9.2010: Obergurgl/Tirol: Polartagung - Präsentation der Kontaminationsexperimente von PolAres

Die Internationale Polartagung ist ein Forum zur Präsentation von Forschungsarbeiten aus allen Disziplinen der Polar- und Gletscherforschung (Biologie, Geowissenschaften, Physik, Ozeanographie, Meteorologie, Geschichte der Polarforschung und andere Fachgebiete).

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21.9.2010: RADECS in Längenfeld/Tirol: Passepartout Start im Rahmen der Konferenzeröffnung.

Der Einladung der Radecs-Organisatoren folgend, darf das ÖWF am diesjährigen RADECS-Kongress teilnehmen, und unter anderem mit dem Passepatoutstart für ein weiteres Highlight für die Gäste sorgen.

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7.10.2010: Eye in the Sky Vortrag zur Erdbeobachtung im Alten Kino Katsdorf/OÖ9.10.2010: Ars Electronica Center Linz - "Faszination Sonnensystem"

Multimediashow mit Gernot Grömer im Deep Space.

16.04-31.10.2010: Nordberg - Der Weg in den Weltraum

In der Ausstellung rückt die Stadtgemeinde Fehring das Leben und Wirken ihres prominenten Bürgers, dessen Geburtstag sich 2010 zum 80. Mai jährt, in den Vordergrund.
 

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18.11.2010: 20-Jahr Jubiläum DORIS Oberösterreich

Festvortrag von Alexander Soucek und Gernot Grömer

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