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Auf der Jagd nach Marsianern – das PolAres Kontaminationsteam

5. November 2009

Mikroben in einer fremden Umwelt aufzuspüren ist eine Herausforderung – ganz besonders, wenn die Mikroben bereits seit drei Millionen Jahren tot sind. Es wird noch schwerer, die Instrumente sauber zu halten und zu verhindern, blinde mikrobische Passagiere einzuschleppen,...

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...die bei der Suchaktion nach Leben auf dem Mars zu falschen positiven Signalen führen könnten. Ist das also eine unmögliche Aufgabe? „Vielleicht nicht“ sagt Ulrich Luger, ein Biologe und Mitarbeiter im PolAres Kontaminationsteam an der Universität Innsbruck.

Stellen Sie sich vor: Ein Astronaut sammelt Oberflächenproben vom Mars ein und nimmt dabei ein interessantes Steinexemplar mit, bringt dieses zurück ins Labor, erstellt eine DNA Sequenz und nach zwei Stunden blinkt die Maschine und gibt eine Antwort auf eine der wesentlichsten Fragen der Menschheit: der, ob es nur auf der Erde Leben gibt. Der Astronaut kontrolliert die Maschine und findet heraus, dass die DNA-Sequenz, die er gefunden hat, fast menschlich ist .. ähm .. eigentlich ganz exakt wie die menschliche ist. Heißt das, es gibt einen Beweis für menschen-ähnliches Leben außerhalb der Erde? Nein, Sie haben nur so eben eine 100 Millionen teure ESA-Weltraummission dank einer Verunreinigung in den Sand gesetzt. Das gibt schlechte Presse und ist vielleicht die größte Peinlichkeit Ihrer Karriere.
„Um dies zu verhindern, arbeitet unser Team – bestehend aus Birgit Sattler, Vanessa Fillafer, Gernot Grömer und ich – an Techniken, die Verunreinigungen aufspürt,“ fasst Ulrich Luger zusammen. Verunreinigung passiert auf zweierlei Weisen: Auf der einen Seite wollen wir nicht, dass fremde Organismen nach der Rückkunft einer bemannten Marsmission in die Biosphäre der Erde gelangen (was sehr unwahrscheinlich, aber dennoch möglich ist). Auf der anderen Seite riskieren wir – mit sehr viel mehr Wahrscheinlichkeit – dass wir unabsichtlicher Weise irdisches Material in die Umwelt des Mars einschleppen und dadurch Fehler bei der Suche und Aufspürung von dort heimischen Leben passieren.
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Vanessa Fillafer, Physikstudentin an der Universität Innsbruck arbeitet zusammen mit Gernot Grömer an einem realistischen Erdersatzstoff basierend auf einer JSC 1a-Marserde gemischt mit fluoreszierenden Mikrokügelchen. „Anstatt echte Mikroben zu verwenden, die zu schwierig sind in ihrer Auffindung und Handhabung in einer nicht-sterilen Umgebung, haben wir uns für diese mikroskopisch kleinen Partikel als Ersatz für echte biologische Substrate entschieden“, erklärt Vanessa die Strategie, „wir bekommen ein wertvolles Verständnis darüber, wie das Verschmutzungsverhalten bei Mikrokügelchen ist und das wird uns bei der Auffindung während den Feldforschung helfen. Diese Methode um die Mengen von Verschmutzungen zahlenmäßig zu erfassen wird für einen Vielzahl von Anwendungen genutzt, unter anderem für planetarische Oberflächenaktivitäten wie etwa Bohrungen etc. aber auch grundsätzlich für Probedurchführungen.“

Also heißt das, die Teammitglieder glauben an Leben auf dem Roten Planeten? „Wir wissen es einfach nicht, aber irgendwo da draußen ist die Antwort“, lacht Vanessa.

Veranstaltungen

6.9.-9.9. 2010: Pushchino/Russland: EANA 2010 Astrobiology Conference

Vom 6.9.-9.9. 2010 präsentiert das ÖWF am EANA 2010 sein Aouda X Projekt

Weiterführende Informationen unter:

http://www.ioffe.ru/EANA/index.html

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09. - 10. September 2010: Graz in Space

Das Grazer Institut für Weltraumforschung gemeinsam mit der Karl-Franzens-Universität Graz die Sommeruniversität Graz in Space 2010.

Das Programm dreht sich rund um die Themen "Sonne und Hurrikans im Sonnenwind", "Neueste Erkenntnisse der Marsforschung", "Blitz und Donner auf Saturn".

Das Programm richtet sich an MaturantInnen, Studierende, LehrerInnen und InteressentInnen der Weltraumwissenschaften.

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6.-10.9.2010: Obergurgl/Tirol: Polartagung - Präsentation der Kontaminationsexperimente von PolAres

Die Internationale Polartagung ist ein Forum zur Präsentation von Forschungsarbeiten aus allen Disziplinen der Polar- und Gletscherforschung (Biologie, Geowissenschaften, Physik, Ozeanographie, Meteorologie, Geschichte der Polarforschung und andere Fachgebiete).

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21.9.2010: RADECS in Längenfeld/Tirol: Passepartout Start im Rahmen der Konferenzeröffnung.

Der Einladung der Radecs-Organisatoren folgend, darf das ÖWF am diesjährigen RADECS-Kongress teilnehmen, und unter anderem mit dem Passepatoutstart für ein weiteres Highlight für die Gäste sorgen.

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7.10.2010: Eye in the Sky Vortrag zur Erdbeobachtung im Alten Kino Katsdorf/OÖ9.10.2010: Ars Electronica Center Linz - "Faszination Sonnensystem"

Multimediashow mit Gernot Grömer im Deep Space.

16.04-31.10.2010: Nordberg - Der Weg in den Weltraum

In der Ausstellung rückt die Stadtgemeinde Fehring das Leben und Wirken ihres prominenten Bürgers, dessen Geburtstag sich 2010 zum 80. Mai jährt, in den Vordergrund.
 

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18.11.2010: 20-Jahr Jubiläum DORIS Oberösterreich

Festvortrag von Alexander Soucek und Gernot Grömer

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