Aouda TCS subsystem qualifiziert
5. Juni 2009
Der Simulations-Raumanzug Aouda nähert sich seiner Fertigstellung als Prototyp

Gegenwärtig entsteht auch das "Zentralnervensystem" des Anzuges, bereits letzte Woche wurde erstmals der Zentralrechner in Betrieb genommen, in den nächsten Wochen werden die Sensoren integriert.
Der Raumanzug "Aouda" ist kein "echter", d.h. real im Weltraum bzw. auf der Marsoberfläche zu verwendender Raumanzug, sondern ein sogenannter Analog-Raumanzug (siehe oben: Analogforschung). Mit ihm werden sämtliche für realistische Vorbereitungs-Tests einer Marslandung notwendigen Anforderungen simuliert.
Der Raumanzug ist ein Prototyp (der in naher Zukunft durch Feldtests getestet und weiter verbessert werden wird). Er besteht aus einem sogenannten Hard-Upper-Torso (d.h. einem festen, nicht-flexiblen Oberkörperpanzer) als zentralem Element. Der Anzug ist 45 kg schwer. Als eines der besten Modelle, die bisher für die Analogwissenschaft verwendet wurden, verfügt er über viele Besonderheiten: eine thermoelektrische Kühlung, eine Breitband-Wireless-Kommunikation, ein experimentelles Mensch-Maschine-Interface mit Gestik- und Sprachsteuerung und volle medizinische Telemetrie. Der Anzug kann mehrere Stunden am Stück sowohl in der Wüste bei bis zu +50°C als auch in der Arktis bei -25°C eingesetzt werden. Als Außenhaut wird eine Spezialhülle auf aluminiumbeschichtetes Panox-Kevlar verwendet. Dieses Material hat auch astrobiologisch ausgezeichnete Eigenschaften. Der Raumanzug "Aouda" simuliert mit einem eigens entwickelten Exo-Skelett alle Einschränkungen, die ein realer Raumanzug auf dem Mars bieten würde. Damit wird ein Höchstmaß an Realismus erreicht, um optimale Trainingsbedingungen für Marsforschung auf der Erde sicherzustellen. Die Entwicklungskosten betragen, dank des enormen Einsatzes freiwilliger professioneller Mitarbeiter, nur 30.000 Euro. Es handelt sich dabei um ein generation.innovation Projekt des BMVIT, co-finanziert durch den Tiroler Wissenschaftsfond. Unter der fachlichen Leitung der Raumfahrt-Experten des ÖWF tragen Schüler und Schülerinnen von vier Tiroler Schulen (Ferrarischule, HTL Fulpmes, HTL Anichstraße, BRG Imst) wesentliche Aspekte der Anzug-Entwicklung mit.
Veranstaltungen
Der traditionelle Zieleworkshop des Österreichische Weltraum Forums hat heuer ein neues Format. Weniger Projektbesprechungen und mehr gemütliche Beisammensein.
Treffpunkt:
Freitag: 03.September, 16:00 Uhr Hauptbahnhof
Vom 6.9.-9.9. 2010 präsentiert das ÖWF am EANA 2010 sein Aouda X Projekt
Weiterführende Informationen unter:
http://www.ioffe.ru/EANA/index.html
Detail
Das Grazer Institut für Weltraumforschung gemeinsam mit der Karl-Franzens-Universität Graz die Sommeruniversität Graz in Space 2010.
Das Programm dreht sich rund um die Themen "Sonne und Hurrikans im Sonnenwind", "Neueste Erkenntnisse der Marsforschung", "Blitz und Donner auf Saturn".
Das Programm richtet sich an MaturantInnen, Studierende, LehrerInnen und InteressentInnen der Weltraumwissenschaften.

Die Internationale Polartagung ist ein Forum zur Präsentation von Forschungsarbeiten aus allen Disziplinen der Polar- und Gletscherforschung (Biologie, Geowissenschaften, Physik, Ozeanographie, Meteorologie, Geschichte der Polarforschung und andere Fachgebiete).
Detail
Der Einladung der Radecs-Organisatoren folgend, darf das ÖWF am diesjährigen RADECS-Kongress teilnehmen, und unter anderem mit dem Passepatoutstart für ein weiteres Highlight für die Gäste sorgen.
DetailMultimediashow mit Gernot Grömer im Deep Space.
In der Ausstellung rückt die Stadtgemeinde Fehring das Leben und Wirken ihres prominenten Bürgers, dessen Geburtstag sich 2010 zum 80. Mai jährt, in den Vordergrund.
